🚀 RMP Modern Bollinger Bands
Die moderne Weiterentwicklung der klassischen Bollinger Bands für MetaTrader 4
Die klassischen Bollinger Bands gehören seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Werkzeugen der technischen Analyse. Sie zeigen, wie weit sich ein Markt von seinem gleitenden Durchschnitt entfernt und wie stark die aktuelle Volatilität ist.
Das Grundprinzip ist einfach:
Mittellinie = gleitender Durchschnitt
Oberes Band = Mittellinie + Standardabweichung
Unteres Band = Mittellinie - Standardabweichung
Diese Methode funktioniert grundsätzlich noch immer. Sie besitzt jedoch einige Schwächen:
- Die Periodenlänge ist normalerweise fest eingestellt.
- Die Mittellinie reagiert in jeder Marktphase gleich.
- Die Standardabweichung kann durch einzelne extreme Bewegungen verzerrt werden.
- Trend- und Seitwärtsphasen werden nicht unterschieden.
- Eine enge Bandstruktur wird nicht relativ zum bisherigen Marktverhalten bewertet.
- Ein Bandkontakt allein sagt noch wenig über die Qualität eines Signals aus.
Der RMP Modern Bollinger Bands Indikator wurde entwickelt, um genau diese Punkte zu verbessern.
Er verbindet adaptive Berechnungsmethoden, robuste statistische Bänder, eine automatische Marktphasen-Erkennung, eine normalisierte Squeeze-Auswertung und drei unterschiedliche Signalarten.
Der Indikator arbeitet vollständig eigenständig und wurde für den Einsatz im MetaTrader 4 entwickelt.
🧠 Was ist das Besondere an diesem Indikator?
Der RMP Modern Bollinger Bands Indikator ist nicht einfach nur eine optisch veränderte Version der klassischen Bollinger Bands.
Die wichtigsten Bausteine sind:
✅ adaptive Periodenlänge
✅ KAMA als intelligente Mittellinie
✅ Perzentil-Bänder statt ausschließlich Standardabweichung
✅ automatische Erkennung von Trend und Range
✅ normalisierter Squeeze-Score
✅ drei unterschiedliche Signaltypen
✅ bestätigte Signale auf abgeschlossenen Kerzen
✅ automatische Anpassung der Linien und Symbole an die Chart-Zoomstufe
✅ Soundausgabe für Richtung und Signalart
✅ Informationspanel mit den wichtigsten aktuellen Werten
✅ optionale Trade-Übergabe an einen kompatiblen RMP-Roboter
📊 Die Grundidee
Der Indikator versucht nicht, jede Marktbewegung mit derselben Logik zu behandeln.
Stattdessen unterscheidet er grundsätzlich zwischen drei Situationen:
1. Seitwärtsmarkt beziehungsweise Range
2. Trendmarkt
3. Volatilitätskompression mit anschließendem Ausbruch
Für jede dieser Situationen gibt es einen eigenen Signaltyp:
| Signal | Marktphase | Grundidee |
|---|---|---|
| M-Signal | Range | Rückkehr in die Handelsspanne |
| T-Signal | Trend | Fortsetzung nach einem Rücklauf |
| K-Signal | Kompression | Ausbruch nach einer engen Marktphase |
Die Buchstaben stehen dabei für:
M = Mean Reversion
T = Trend
K = Kompression
🔄 Adaptive Periodenlänge
Klassische Bollinger Bands verwenden häufig eine feste Länge von 20 Kerzen.
Das bedeutet:
Jede Marktphase wird immer mit genau 20 Kerzen analysiert.
Das Problem dabei:
Ein schneller Marktzyklus kann eine deutlich kürzere sinnvolle Länge besitzen. Ein langsamer Marktzyklus benötigt möglicherweise eine längere Betrachtung.
Der RMP Modern Bollinger Bands Indikator kann deshalb die Periodenlänge automatisch anpassen.
Dafür verwendet er einen Zyklusansatz auf Grundlage des Ehlers Homodyne Discriminators.
Der Indikator versucht zu erkennen, welcher Zyklus aktuell im Markt dominiert. Aus diesem Zyklus wird anschließend die verwendete Periodenlänge abgeleitet.
Die adaptive Länge wird begrenzt durch:
Minimum adaptive Länge
Maximum adaptive Länge
Die Standardeinstellungen sind:
Minimum: 10 Kerzen
Maximum: 50 Kerzen
Dadurch kann der Indikator schneller oder langsamer reagieren, ohne völlig instabil zu werden.
🧊 Was bedeutet „frozen“?
Im Informationspanel kann hinter der aktuellen Länge der Zusatz erscheinen:
frozen
Das bedeutet nicht, dass der Indikator nicht mehr arbeitet.
Es bedeutet lediglich:
Der Zyklusdetektor konnte auf der aktuellen Kerze keinen ausreichend stabilen neuen Zyklus bestimmen. Deshalb bleibt die zuletzt gültige adaptive Länge vorübergehend bestehen.
Das ist sinnvoll, weil der Indikator dadurch nicht auf zufällige oder unklare Messwerte reagiert.
Neue gültige Zyklusmessung vorhanden
→ Länge wird angepasst
Keine zuverlässige Zyklusmessung
→ vorherige Länge bleibt erhalten
📈 KAMA als adaptive Mittellinie
Die Mittellinie klassischer Bollinger Bands ist meistens ein einfacher gleitender Durchschnitt, häufig ein SMA.
Der RMP Modern Bollinger Bands Indikator kann stattdessen eine Kaufman Adaptive Moving Average, kurz KAMA, verwenden.
Die KAMA passt ihre Reaktionsgeschwindigkeit an die Qualität der Bewegung an.
Bei einer sauberen Bewegung
Wenn sich der Markt relativ geradlinig bewegt:
- reagiert die KAMA schneller,
- folgt dem Kurs enger,
- erkennt Trendbewegungen besser.
Bei einem unruhigen Markt
Wenn der Kurs stark hin und her schwankt:
- reagiert die KAMA langsamer,
- filtert einen Teil des Marktrauschens,
- verhindert unnötige Richtungswechsel.
Die KAMA kombiniert damit zwei Eigenschaften:
Schnelligkeit im Trend
+
Ruhe in unklaren Marktphasen
Die Standardwerte sind:
KAMA Fast = 2
KAMA Slow = 30
📐 Robuste Perzentil-Bänder
Einer der wichtigsten Unterschiede zu klassischen Bollinger Bands liegt in der Berechnung der äußeren Bänder.
Klassische Methode
Normale Bollinger Bands verwenden:
Mittellinie ± Standardabweichung
Die Standardabweichung reagiert empfindlich auf Ausreißer.
Ein einzelner sehr großer Kursausschlag kann die Bänder stark verbreitern und die Darstellung noch lange beeinflussen.
Robuste Methode
Der RMP Modern Bollinger Bands Indikator kann stattdessen die tatsächlichen Abweichungen des Kurses von der Mittellinie auswerten.
Für jede Kerze wird berechnet:
Abweichung = Preis - adaptive Mittellinie
Anschließend werden die Abweichungen innerhalb eines historischen Fensters sortiert.
Das obere und untere Band werden über Perzentile bestimmt.
Die Standardeinstellungen sind:
Oberes Perzentil: 97,5 %
Unteres Perzentil: 2,5 %
Vereinfacht bedeutet das:
Das obere Band liegt dort,
wo nur noch ungefähr 2,5 % der bisherigen Abweichungen größer waren.
Das untere Band liegt dort,
wo nur noch ungefähr 2,5 % der bisherigen Abweichungen kleiner waren.
Dadurch orientieren sich die Bänder stärker an der tatsächlichen Verteilung des Marktes.
🪟 Das robuste Berechnungsfenster
Das Fenster für die Perzentil-Berechnung wird dynamisch bestimmt.
Die Grundformel lautet:
Robustes Fenster = adaptive Länge × Multiplikator
Zusätzlich gibt es eine Mindestgröße.
Mit den Standardeinstellungen:
Multiplikator = 4
Mindestfenster = 80
wird verwendet:
Maximum aus:
80 Kerzen
oder
adaptive Länge × 4
Beispiel:
Adaptive Länge = 15
15 × 4 = 60
Mindestfenster = 80
Verwendetes Fenster = 80
Weiteres Beispiel:
Adaptive Länge = 30
30 × 4 = 120
Verwendetes Fenster = 120
📏 Alternative: Standardabweichungs-Bänder
Der Indikator kann auch weiterhin klassische Standardabweichungs-Bänder verwenden.
Dafür kann der Berechnungsmodus umgestellt werden:
Robuste Perzentil-Bänder
oder
Standardabweichungs-Bänder
Der Standardabweichungs-Multiplikator steht normalerweise auf:
2,0
Damit kann der Anwender beide Methoden vergleichen.
Für den eigentlichen modernen Ansatz sind jedoch die robusten Perzentil-Bänder vorgesehen.
🟦 RANGE und 🟧 TREND
Der Indikator unterscheidet automatisch zwischen einer Seitwärtsphase und einer Trendphase.
Diese Marktphase wird als Regime bezeichnet.
RANGE
Im RANGE-Modus wird der Markt als eher ungerichtet oder wechselhaft eingestuft.
Typische Eigenschaften:
- geringe Richtungseffizienz,
- häufige Richtungswechsel,
- Bewegungen zwischen oberem und unterem Band,
- erhöhte Wahrscheinlichkeit für Rückkehrbewegungen.
Die Bänder werden im RANGE-Modus standardmäßig blau dargestellt.
TREND
Im TREND-Modus erkennt der Indikator eine deutlich effizientere Richtungsbewegung.
Typische Eigenschaften:
- geradlinigere Kursbewegung,
- höhere Richtungseffizienz,
- stabilere Steigung der Mittellinie,
- höhere Wahrscheinlichkeit einer Trendfortsetzung.
Die Bänder werden im TREND-Modus standardmäßig orange dargestellt.
⚙️ Kaufman Efficiency Ratio
Die Regime-Erkennung basiert auf der Kaufman Efficiency Ratio, kurz KER.
Die Berechnung vergleicht:
Direkte Bewegung über den gesamten Zeitraum
mit:
Summe aller einzelnen Bewegungen innerhalb dieses Zeitraums
Vereinfacht:
KER =
direkter Weg vom Start bis zum Ende
geteilt durch
die gesamte zurückgelegte Kursstrecke
Beispiel für einen effizienten Trend
Der Kurs steigt relativ gleichmäßig:
100 → 102 → 104 → 106 → 108
Direkte Bewegung:
8 Punkte
Gesamte Bewegung:
8 Punkte
Die Effizienz ist hoch.
Beispiel für eine unruhige Range
Der Kurs bewegt sich:
100 → 104 → 99 → 103 → 100
Direkte Bewegung:
0 Punkte
Gesamte Bewegung:
16 Punkte
Die Effizienz ist niedrig.
🧮 KER-Rang
Der reine KER-Wert wird zusätzlich mit den historischen KER-Werten verglichen.
Daraus entsteht der KER-Rang.
Der Vergleichszeitraum beträgt standardmäßig:
252 Kerzen
Der Wert wird als Perzentilrang zwischen ungefähr 0 und 100 dargestellt.
Beispiele:
KER-Rang 80
→ die aktuelle Richtungseffizienz ist höher als ungefähr 80 % der Vergleichswerte
KER-Rang 20
→ die aktuelle Richtungseffizienz ist nur höher als ungefähr 20 % der Vergleichswerte
🔁 Hysterese zwischen Trend und Range
Damit der Indikator nicht bei jeder kleinen Veränderung zwischen TREND und RANGE wechselt, wird eine Hysterese verwendet.
Die Standardeinstellungen sind:
Trend betreten: 70
Trend verlassen: 55
Das bedeutet:
KER-Rang steigt auf mindestens 70
→ Wechsel in TREND
KER-Rang fällt auf höchstens 55
→ Wechsel zurück in RANGE
Zwischen 55 und 70 bleibt der vorherige Zustand bestehen.
Beispiel:
Aktueller Zustand: TREND
KER-Rang fällt von 75 auf 64
Ergebnis:
Der Zustand bleibt TREND
Erst bei einem Wert von 55 oder darunter erfolgt der Wechsel zurück in RANGE.
Diese Logik verhindert ein ständiges Flackern zwischen den Marktphasen.
🗜️ Der Squeeze-Score
Der Squeeze-Score bewertet die aktuelle Breite der Bänder relativ zu ihrer eigenen Historie.
Die aktuelle Bandbreite wird dabei mit den Bandbreiten der letzten Kerzen verglichen.
Der Score reicht ungefähr von:
0 bis 100
Niedriger Score
Ein niedriger Wert bedeutet:
- die Bänder sind ungewöhnlich eng,
- die Volatilität ist niedrig,
- der Markt befindet sich möglicherweise in einer Kompression.
Mittlerer Score
Ein Wert um 50 bedeutet:
- die Bandbreite liegt ungefähr im historischen Mittelfeld,
- die Volatilität ist weder besonders niedrig noch besonders hoch.
Hoher Score
Ein hoher Wert bedeutet:
- die Bänder sind ungewöhnlich breit,
- die Volatilität ist stark erhöht,
- der Markt befindet sich möglicherweise in einer Expansion.
Beispielhafte Einordnung
Squeeze-Score 5
→ extrem enge Bandstruktur
Squeeze-Score 18
→ deutliche Kompression
Squeeze-Score 50
→ durchschnittliche Bandbreite
Squeeze-Score 85
→ starke Volatilität
Squeeze-Score 98
→ außergewöhnlich breite Bänder
Die Standardeinstellung für einen Squeeze lautet:
Squeeze-Score unter 20
⏳ Mindestdauer einer Kompression
Nicht jede einzelne enge Kerze soll sofort als vollwertiger Squeeze gelten.
Deshalb zählt der Indikator, wie viele Kerzen hintereinander unterhalb des Squeeze-Grenzwertes liegen.
Die Standardeinstellung beträgt:
Mindestens 5 Squeeze-Kerzen
Im Panel wird deshalb angezeigt:
Squeeze: 14.5 Bars: 6
Das bedeutet:
- aktueller Squeeze-Score: 14,5
- seit 6 Kerzen besteht eine qualifizierte Kompression
🚦 Die drei Signalarten
Der RMP Modern Bollinger Bands Indikator erzeugt drei unterschiedliche Handelssignale.
Jedes Signal besitzt eine eigene Marktlogik.
🔵 M-Signal – Mean Reversion
Das M-Signal ist für Range- beziehungsweise Seitwärtsphasen gedacht.
Es sucht eine Rückkehr in die Bandstruktur, nachdem der Kurs kurzzeitig außerhalb eines Bandes geschlossen hat.
M = Mean Reversion
Mean Reversion bedeutet:
Rückkehr zum Mittelwert
🟦 M-Buy-Signal
Ein M-Buy-Signal entsteht, wenn:
- der Indikator im RANGE-Modus ist,
- die vorherige Kerze unterhalb des unteren Bandes geschlossen hat,
- die aktuelle abgeschlossene Kerze wieder innerhalb der Bänder schließt.
Vereinfacht:
Schlusskurs außerhalb nach unten
→ nächster Schlusskurs wieder innerhalb
→ mögliches Buy-Signal
Die Marktidee:
Der Ausbruch nach unten konnte nicht bestätigt werden. Der Kurs kehrt in seine vorherige Handelsspanne zurück.
Ein erstes mögliches Ziel ist häufig die adaptive Mittellinie.
🟥 M-Sell-Signal
Ein M-Sell-Signal entsteht, wenn:
- der Indikator im RANGE-Modus ist,
- die vorherige Kerze oberhalb des oberen Bandes geschlossen hat,
- die aktuelle abgeschlossene Kerze wieder innerhalb der Bänder schließt.
Vereinfacht:
Schlusskurs außerhalb nach oben
→ nächster Schlusskurs wieder innerhalb
→ mögliches Sell-Signal
Die Marktidee:
Der Ausbruch nach oben wurde abgewiesen. Der Kurs fällt zurück in die vorherige Handelsspanne.
🧭 Interpretation des M-Signals
Das M-Signal handelt nicht den eigentlichen Ausbruch.
Es handelt den Fehlausbruch beziehungsweise die Rückkehr in die Range.
Das Signal ist deshalb besonders interessant, wenn:
- die Mittellinie relativ flach verläuft,
- der Markt mehrfach zwischen den Bändern pendelt,
- keine starke Trendstruktur vorliegt,
- der Schlusskurs klar wieder innerhalb der Bänder liegt.
⚠️ Wann ist Vorsicht geboten?
Ein M-Signal kann problematisch werden, wenn:
- sich gerade ein neuer starker Trend entwickelt,
- wichtige Nachrichten veröffentlicht wurden,
- die Bänder stark expandieren,
- der Kurs nur sehr knapp innerhalb schließt,
- die adaptive Mittellinie bereits deutlich in Ausbruchsrichtung zeigt.
Deshalb wird das M-Signal ausschließlich im RANGE-Regime erzeugt.
🟠 T-Signal – Trend Pullback
Das T-Signal ist ein Trendfortsetzungssignal.
T = Trend
Es sucht keinen neuen Trendanfang, sondern einen möglichen Einstieg in einen bereits erkannten Trend.
Die Grundstruktur lautet:
Trend vorhanden
→ Rücklauf zur Mittellinie
→ erneute Bewegung in Trendrichtung
🟦 T-Buy-Signal
Ein T-Buy-Signal entsteht, wenn:
- der Indikator im TREND-Modus ist,
- die adaptive Mittellinie steigt,
- die Kerze die Pullback-Zone um die Mittellinie berührt,
- die Kerze oberhalb der Mittellinie schließt,
- die Kerze bullisch schließt.
Bullisch bedeutet:
Close > Open
Die Marktidee:
Der Aufwärtstrend bleibt grundsätzlich intakt. Der Kurs korrigiert zur adaptiven Mittellinie und wird dort erneut nach oben gekauft.
🟥 T-Sell-Signal
Ein T-Sell-Signal entsteht, wenn:
- der Indikator im TREND-Modus ist,
- die adaptive Mittellinie fällt,
- die Kerze die Pullback-Zone berührt,
- die Kerze unterhalb der Mittellinie schließt,
- die Kerze bearisch schließt.
Bearisch bedeutet:
Close < Open
Die Marktidee:
Der Abwärtstrend bleibt intakt. Der Kurs korrigiert zur Mittellinie und wird dort erneut verkauft.
🎯 Die Pullback-Zone
Der Kurs muss die Mittellinie nicht exakt auf den Punkt berühren.
Rund um die Mittellinie wird eine dynamische Zone berechnet.
Die Breite dieser Zone richtet sich nach der aktuellen Bandbreite.
Die Standardeinstellung lautet:
InpS2TouchFraction = 0.25
Die Zone wird aus einem Anteil der halben Bandbreite berechnet.
Vereinfacht:
Je breiter die Bänder,
desto breiter darf auch die Pullback-Zone sein.
Das ist sinnvoll, weil ein Markt mit hoher Volatilität größere Rückläufe erzeugt als ein ruhiger Markt.
📐 Trendsteigung der Mittellinie
Für das T-Signal muss die adaptive Mittellinie in die passende Richtung zeigen.
Bei einem Buy-Signal:
aktuelle Mittellinie > frühere Mittellinie
Bei einem Sell-Signal:
aktuelle Mittellinie < frühere Mittellinie
Mit dem Parameter für die Steigungs-Kerzen kann eingestellt werden, wie weit zurück verglichen wird.
Standardeinstellung:
1 Kerze
Ein höherer Wert macht die Steigungsprüfung ruhiger, reagiert aber auch später.
⛔ Signalsperre beim T-Signal
Wenn der Kurs mehrere Kerzen lang nahe der Mittellinie bleibt, könnten theoretisch viele T-Signale direkt hintereinander entstehen.
Dafür gibt es eine Signalsperre.
Standardeinstellung:
5 Kerzen
Nach einem T-Signal wird für eine bestimmte Anzahl von Kerzen kein weiteres T-Signal gezeichnet.
Dadurch wird die Signaldichte reduziert.
🟣 K-Signal – Kompressionsausbruch
Das K-Signal handelt den Ausbruch aus einer vorherigen Volatilitätskompression.
K = Kompression
Die Grundstruktur lautet:
ungewöhnlich enge Bänder
→ mehrere Squeeze-Kerzen
→ Ende der Kompression
→ Schlusskurs außerhalb eines Bandes
🟦 K-Buy-Signal
Ein K-Buy-Signal entsteht, wenn:
- zuvor mindestens die erforderliche Anzahl von Squeeze-Kerzen vorhanden war,
- die aktuelle Kerze nicht mehr als Squeeze-Kerze gilt,
- die aktuelle Kerze oberhalb des oberen Bandes schließt.
Vereinfacht:
Kompression
→ Volatilität nimmt zu
→ Schlusskurs über dem oberen Band
→ mögliches Buy-Ausbruchssignal
🟥 K-Sell-Signal
Ein K-Sell-Signal entsteht, wenn:
- zuvor eine qualifizierte Kompression bestand,
- der Squeeze auf der aktuellen Kerze endet,
- der Schlusskurs unterhalb des unteren Bandes liegt.
Vereinfacht:
Kompression
→ Volatilität nimmt zu
→ Schlusskurs unter dem unteren Band
→ mögliches Sell-Ausbruchssignal
💥 Was zeigt das K-Signal wirklich?
Das K-Signal bestätigt in erster Linie:
Eine ungewöhnlich enge Marktphase wurde verlassen.
Es sagt nicht automatisch:
Der Markt wird nun garantiert einen langen Trend bilden.
Ein K-Signal kann zu Folgendem führen:
- starkem Trendimpuls,
- kurzem Ausbruch,
- Fehlausbruch,
- schneller Rückkehr in die alte Range,
- volatiler Seitwärtsbewegung.
Deshalb sollte zusätzlich auf Folgendes geachtet werden:
- Größe und Qualität der Ausbruchskerze,
- Marktöffnung,
- Nachrichtenlage,
- übergeordnete Trendrichtung,
- wichtige Unterstützungen und Widerstände,
- Abstand zum nächsten Kursziel.
🔍 Unterschiede zwischen M-, T- und K-Signal
M-Signal
Marktphase: RANGE
Logik:
Ausbruch scheitert und Kurs kehrt zurück
Ansatz:
Mean Reversion
T-Signal
Marktphase: TREND
Logik:
Rücklauf zur Mittellinie und Fortsetzung
Ansatz:
Trendfolge
K-Signal
Marktphase:
Kompression vor dem Signal
Logik:
Volatilität wird freigesetzt
Ansatz:
Breakout
📋 Signalübersicht
| Signal | Marktphase | Buy-Bedingung | Sell-Bedingung |
|---|---|---|---|
| M | RANGE | vorher unter unterem Band, dann zurück innerhalb | vorher über oberem Band, dann zurück innerhalb |
| T | TREND | steigende Basis, Pullback zur Basis, bullischer Schluss darüber | fallende Basis, Pullback zur Basis, bearischer Schluss darunter |
| K | Kompression | Squeeze endet, Schluss über oberem Band | Squeeze endet, Schluss unter unterem Band |
🔔 Soundausgabe
Der Indikator kann bei einem neuen Signal zwei Sounddateien nacheinander abspielen.
Zuerst wird die Handelsrichtung angesagt:
M Bollinger Long
oder
M Bollinger Short
Danach folgt die Signalart:
Mean
Trend
Breakout
Beispiel:
M Bollinger Long
Trend
Das bedeutet:
Buy-Signal
Signaltyp T
Trendfortsetzungs-Setup
Ein weiteres Beispiel:
M Bollinger Short
Breakout
Das bedeutet:
Sell-Signal
Signaltyp K
Ausbruch nach einer Kompression
Historische Signale werden beim Laden des Indikators zwar im Chart dargestellt, sollen aber keinen historischen Sound auslösen.
Der Sound wird nur für ein neu entstandenes Signal auf der zuletzt abgeschlossenen Kerze abgespielt.
🖱️ Signale per Mausklick handeln
Der Indikator kann die Signalobjekte so benennen, dass ein kompatibler RMP-Trading-Roboter sie erkennt.
Ist die Klickfunktion aktiviert, kann das Signalobjekt beispielsweise einen Namen besitzen wie:
RMP.MT_SetButton_BUY_1
Die Bestandteile bedeuten:
RMP.M = Indikator-Präfix
T_ = Trendsignal
SetButton = Signal kann vom Robot verarbeitet werden
BUY = Handelsrichtung
1 = Signal liegt auf Bar 1
Bar 1 ist die zuletzt vollständig abgeschlossene Kerze.
Beim Überfahren des Signals kann ein Hinweis angezeigt werden:
Click to BUY
oder:
Click to SELL
Die tatsächliche Trade-Ausführung ist nur möglich, wenn der dazu passende Robot im Chart beziehungsweise im System aktiv ist.
📌 Warum werden historische Signale bei jeder neuen Kerze neu aufgebaut?
Die Signalobjekte verwenden den jeweiligen Barindex im Objektnamen.
Beispiel:
Signal auf Bar 1
Signal auf Bar 12
Signal auf Bar 87
Wenn eine neue Kerze entsteht, verschieben sich alle historischen Barindizes:
alte Bar 1 wird Bar 2
alte Bar 12 wird Bar 13
alte Bar 87 wird Bar 88
Deshalb löscht der Indikator bei einer neuen Kerze die bisherigen Signalobjekte und erstellt sie anhand der neu berechneten Historie erneut.
Das stellt sicher, dass:
- die Signale an der richtigen Kerze liegen,
- die Objektnamen zum Barindex passen,
- der Trading-Robot das aktuelle Signal auf Bar 1 erkennen kann,
- keine alten Objekte an falschen Positionen verbleiben.
🔍 Automatische Zoom-Anpassung
Der Indikator kann die Linienbreite und die Signalgröße automatisch an die Zoomstufe des Charts anpassen.
Bei einer kleinen Zoomstufe werden die Linien und Symbole dünner dargestellt.
Bei einer großen Zoomstufe werden sie entsprechend breiter.
Dadurch bleiben:
- die Bänder,
- die Mittellinie,
- die Signalpfeile,
- Dreiecke und Ausbruchssymbole
in unterschiedlichen Chartansichten gut sichtbar.
Die Option kann über:
Auto Zooming On/Off
ein- oder ausgeschaltet werden.
🖥️ Das Informationspanel
Unten rechts im Chart befindet sich ein Informationspanel.
Es zeigt die wichtigsten aktuellen Werte auf Basis der zuletzt abgeschlossenen Kerze.
Typische Anzeige:
RMP Modern Bollinger Bands
Regime: TREND
KER rank: 78.4
Length: 24
Squeeze: 61.3 Bars: 0
Last signal: S2 Buy
Regime
RANGE
oder
TREND
Zeigt, welche Marktphase aktuell erkannt wurde.
KER Rank
Zeigt die aktuelle Richtungseffizienz im Vergleich zur Historie.
Beispiel:
KER rank: 82.0
Die aktuelle Richtungseffizienz ist höher als ungefähr 82 Prozent der Vergleichswerte.
Length
Zeigt die aktuell verwendete adaptive Periodenlänge.
Beispiel:
Length: 24
Der Indikator verwendet aktuell eine Berechnungslänge von 24 Kerzen.
Zusatz:
Length: 24 (frozen)
Der letzte gültige Wert wurde beibehalten, weil kein stabiler neuer Zyklus gemessen werden konnte.
Squeeze
Zeigt den normalisierten Bandbreiten-Rang.
Beispiel:
Squeeze: 12.5
Die Bänder gehören aktuell zu den engsten ungefähr 12,5 Prozent des Vergleichszeitraums.
Bars
Zeigt die Anzahl der direkt aufeinanderfolgenden Squeeze-Kerzen.
Beispiel:
Bars: 7
Seit sieben Kerzen liegt der Squeeze-Score unter dem eingestellten Grenzwert.
Last Signal
Zeigt das zuletzt erkannte Signal innerhalb des festgelegten Rückblicks.
Mögliche Anzeigen:
S1 Buy
S1 Sell
S2 Buy
S2 Sell
S3 Buy
S3 Sell
Dabei entsprechen:
S1 = M-Signal
S2 = T-Signal
S3 = K-Signal
⚙️ Erklärung der wichtigsten Einstellungen
Applied Price
Bestimmt, welcher Preis für die Berechnung verwendet wird.
Mögliche Werte:
- Close
- Open
- High
- Low
- Median Price
- Typical Price
- Weighted Price
Standardeinstellung:
Close
Adaptive or Fixed Length
Hier kann zwischen einer adaptiven und einer festen Periodenlänge gewählt werden.
Adaptive
→ Länge wird automatisch angepasst
Fixed
→ feste Länge wird verwendet
Fixed Length
Wird nur verwendet, wenn der feste Längenmodus aktiviert ist.
Standardeinstellung:
20
Minimum Adaptive Length
Kleinste erlaubte adaptive Länge.
Standardeinstellung:
10
Ein kleinerer Wert macht den Indikator reaktionsschneller, aber möglicherweise auch unruhiger.
Maximum Adaptive Length
Größte erlaubte adaptive Länge.
Standardeinstellung:
50
Ein höherer Wert ermöglicht langsamere Berechnungen in langen Marktzyklen.
Maximum Displayed History Bars
Begrenzt, wie viele historische Kerzen dargestellt und für Signale berücksichtigt werden.
Standardeinstellung:
3000
Ein kleinerer Wert reduziert den Rechenaufwand.
KAMA or SMA Basis
Legt die Art der Mittellinie fest.
KAMA
→ adaptiv und marktphasenabhängig
SMA
→ klassischer einfacher Durchschnitt
KAMA Fast
Bestimmt die schnelle Reaktion der KAMA.
Standardeinstellung:
2
KAMA Slow
Bestimmt die langsamste Reaktion der KAMA.
Standardeinstellung:
30
Percentile or Standard Deviation Bands
Legt die Berechnung der äußeren Bänder fest.
Robust
→ Perzentil-Bänder
StDev
→ klassische Standardabweichung
Upper Percentile
Oberes Perzentil der robusten Bänder.
Standardeinstellung:
97.5
Lower Percentile
Unteres Perzentil der robusten Bänder.
Standardeinstellung:
2.5
Robust Multiplier
Bestimmt die Fenstergröße relativ zur adaptiven Länge.
Standardeinstellung:
4.0
Robust Floor
Legt die Mindestgröße des robusten Fensters fest.
Standardeinstellung:
80
Standard Deviation Multiplier
Wird nur im Standardabweichungsmodus verwendet.
Standardeinstellung:
2.0
KER Length
Anzahl der Kerzen für die Kaufman Efficiency Ratio.
Standardeinstellung:
20
Rank Lookback
Historischer Vergleichszeitraum für KER-Rang und Squeeze-Score.
Standardeinstellung:
252
Trend Enter
Grenzwert für den Wechsel in den TREND-Modus.
Standardeinstellung:
70
Trend Exit
Grenzwert für den Wechsel zurück in den RANGE-Modus.
Standardeinstellung:
55
Squeeze Threshold
Unterhalb dieses Wertes gilt eine Kerze als Squeeze-Kerze.
Standardeinstellung:
20
Minimum Squeeze Bars
Mindestanzahl aufeinanderfolgender Squeeze-Kerzen für ein K-Signal.
Standardeinstellung:
5
Show Signals
Aktiviert oder deaktiviert alle Signalobjekte.
Show Signal 1
Aktiviert oder deaktiviert die M-Signale.
Show Signal 2
Aktiviert oder deaktiviert die T-Signale.
Show Signal 3
Aktiviert oder deaktiviert die K-Signale.
Pullback Zone Fraction
Bestimmt die Breite der Pullback-Zone rund um die Mittellinie.
Standardeinstellung:
0.25
Ein höherer Wert:
- erzeugt eine breitere Zone,
- erkennt mehr Rückläufe,
- kann mehr Signale liefern.
Ein niedrigerer Wert:
- verlangt eine genauere Annäherung,
- reduziert die Anzahl der Signale.
Minimum Bars Between T-Signals
Mindestabstand zwischen zwei T-Signalen.
Standardeinstellung:
5
Basis Slope Comparison Bars
Bestimmt, mit welcher früheren Mittellinie die aktuelle Steigung verglichen wird.
Standardeinstellung:
1
Marker Offset
Bestimmt den Abstand der Symbole von der Signalkerze.
Der Abstand wird relativ zur aktuellen Bandbreite berechnet.
Standardeinstellung:
0.10
🎨 Farben und Darstellung
Der Indikator erlaubt separate Farben für:
- RANGE-Bänder
- TREND-Bänder
- RANGE-Mittellinie
- TREND-Mittellinie
- M-Buy
- M-Sell
- T-Buy
- T-Sell
- K-Buy
- K-Sell
Dadurch können Buy- und Sell-Signale klar unterschieden werden.
Eine typische Einstellung ist:
Buy = Blau
Sell = Rot
🧭 Praktischer Arbeitsablauf
Ein strukturierter Ablauf könnte so aussehen:
1. Marktphase prüfen
Zuerst das Panel beobachten:
Regime: RANGE
oder
Regime: TREND
2. Squeeze-Score prüfen
Bei einem niedrigen Wert:
mögliche Kompression
Bei einem hohen Wert:
starke Expansion
3. Signalart einordnen
M
→ Rückkehr in die Range
T
→ Trendfortsetzung
K
→ Ausbruch nach Kompression
4. Umfeld prüfen
Vor einem Trade zusätzlich beachten:
- übergeordnete Trendrichtung,
- Unterstützungen und Widerstände,
- Tageshoch und Tagestief,
- Marktöffnung,
- Wirtschaftsnachrichten,
- Spread,
- Abstand zum nächsten Kursziel,
- Chance-Risiko-Verhältnis.
5. Einstieg planen
Das Signal entsteht auf einer abgeschlossenen Kerze.
Mögliche Einstiegsvarianten:
direkt nach Abschluss der Signalkerze
per Stop-Order über beziehungsweise unter der Signalkerze
nach kleinem Rücklauf
über einen kompatiblen RMP-Roboter
6. Stop-Loss festlegen
Der Indikator selbst setzt keinen universellen Stop-Loss fest.
Mögliche technische Bereiche sind:
- hinter dem Hoch oder Tief der Signalkerze,
- hinter dem gegenüberliegenden Band,
- hinter einem lokalen Swing,
- hinter einer Unterstützungs- oder Widerstandszone,
- auf Grundlage einer festen Punktedistanz,
- auf Grundlage der ATR.
7. Kursziel bestimmen
Mögliche Ziele unterscheiden sich je nach Signalart.
M-Signal
Mögliche Ziele:
adaptive Mittellinie
gegenüberliegendes Band
Range-Mitte
Range-Grenze
T-Signal
Mögliche Ziele:
letztes Trendhoch beziehungsweise Trendtief
äußeres Band
neues Hoch beziehungsweise Tief
Trailing Stop entlang der KAMA
K-Signal
Mögliche Ziele:
feste Punktedistanz
Bandbreitenprojektion
Ausbruchsprojektion
nächster Widerstand beziehungsweise Unterstützung
Trailing Stop
🕒 Geeignete Zeiteinheiten
Der Indikator kann grundsätzlich auf verschiedenen Zeitrahmen eingesetzt werden.
Typische Anwendungsbereiche:
M5
→ kurzfristiges Daytrading
M15
→ Daytrading und Intraday-Trends
M30
→ ruhigere Intraday-Strukturen
H1
→ größere Tagesbewegungen
H4
→ Swing-Trading
Je kleiner der Zeitrahmen, desto stärker wirken sich aus:
- Spread,
- Marktrauschen,
- schnelle Richtungswechsel,
- Nachrichtenimpulse.
Je größer der Zeitrahmen, desto seltener, aber häufig stabiler werden die Signale.
📉 Geeignete Märkte
Der Indikator kann auf unterschiedlichen Märkten verwendet werden:
- DAX
- Dow Jones
- Nasdaq
- S&P 500
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- weitere liquide Märkte
Die adaptive und normalisierte Berechnung hilft dabei, unterschiedliche Volatilitätsniveaus miteinander vergleichbar zu machen.
Trotzdem sollte jeder Markt separat getestet werden.
⚠️ Mögliche Schwächen
Auch ein moderner Indikator kann nicht jede Marktphase korrekt vorhersagen.
M-Signal
Mögliche Schwäche:
Ein scheinbarer Fehlausbruch kann sich anschließend doch zu einem starken Trend entwickeln.
T-Signal
Mögliche Schwäche:
Der Pullback kann tiefer ausfallen und die Mittellinie deutlich durchbrechen.
K-Signal
Mögliche Schwäche:
Eine Volatilitätsexpansion garantiert keine nachhaltige Richtung.
Adaptive Länge
Mögliche Schwäche:
In sehr unruhigen Phasen kann der dominante Zyklus schwer messbar sein.
Historische Signale
Historische Signale zeigen, wo die Regeln erfüllt waren. Sie garantieren nicht, dass der Trade nach Spread, Slippage und realer Ausführung profitabel gewesen wäre.
🚫 Was der Indikator nicht leistet
Der RMP Modern Bollinger Bands Indikator:
- garantiert keine Gewinne,
- ersetzt kein Risikomanagement,
- berücksichtigt nicht automatisch jede Nachricht,
- kennt nicht das persönliche Kontorisiko,
- setzt nicht automatisch den perfekten Stop-Loss,
- bewertet nicht automatisch das Chance-Risiko-Verhältnis,
- kann Fehlausbrüche nicht vollständig verhindern.
Er ist ein Analyse- und Signalwerkzeug.
✅ Vorteile des Indikators
Adaptive Berechnung
Der Indikator passt sich besser an unterschiedliche Marktgeschwindigkeiten an.
Robuste Bänder
Perzentile sind weniger anfällig für einzelne extreme Ausreißer.
Marktphasen-Erkennung
Trend- und Range-Setups werden voneinander getrennt.
Relative Squeeze-Auswertung
Die Bandbreite wird nicht absolut, sondern im Verhältnis zur eigenen Historie bewertet.
Unterschiedliche Signalstrategien
Mean Reversion, Trendfolge und Breakout werden getrennt behandelt.
Bestätigte Kerzen
Signale werden nur auf abgeschlossenen Kerzen erzeugt.
Historische Auswertung
Vergangene Signale bleiben im Chart sichtbar.
Robot-Kompatibilität
Aktuelle Signalobjekte können von einem kompatiblen RMP-Roboter erkannt werden.
Visuelle Skalierung
Linien und Signale passen sich an die Chart-Zoomstufe an.
❓ Häufige Fragen
Repaintet der Indikator?
Die endgültigen Signale werden nur auf abgeschlossenen Kerzen erzeugt.
Die aktuelle Kerze kann sich naturgemäß noch verändern. Ein bestätigtes Signal wird jedoch erst auf Bar 1 erzeugt.
Warum ändert sich die aktuelle Periodenlänge?
Weil der Indikator versucht, den dominierenden Marktzyklus zu erkennen.
Warum steht manchmal „frozen“ im Panel?
Weil kein ausreichend zuverlässiger neuer Zyklus erkannt wurde. Die letzte gültige Länge bleibt deshalb bestehen.
Warum gibt es in einem Trend kein M-Signal?
Weil das M-Signal ausschließlich für Mean-Reversion-Setups im RANGE-Modus vorgesehen ist.
Warum gibt es in einer Range kein T-Signal?
Weil das T-Signal eine bestätigte Trendphase und eine passende Steigung der Mittellinie benötigt.
Warum erscheint trotz Squeeze kein K-Signal?
Ein K-Signal benötigt mehrere Bedingungen:
ausreichend viele Squeeze-Kerzen
+
Ende des Squeezes
+
Schlusskurs außerhalb eines Bandes
Eine enge Bandstruktur allein genügt nicht.
Warum wird ein Signal erst nach Kerzenschluss angezeigt?
Weil ein Schlusskurs außerhalb oder innerhalb eines Bandes erst nach Abschluss der Kerze endgültig feststeht.
Warum werden bei einer neuen Kerze alle historischen Signalobjekte neu aufgebaut?
Weil die Objektnamen den aktuellen Barindex enthalten. Mit jeder neuen Kerze verschieben sich alle Barindizes.
Kann ich nur bestimmte Signalarten anzeigen?
Ja. M-, T- und K-Signale können separat aktiviert oder deaktiviert werden.
Kann ich die Farben ändern?
Ja. Buy- und Sell-Farben können für jede Signalart separat eingestellt werden.
Kann ich den Sound ausschalten?
Ja. Die Soundausgabe kann über die entsprechende Eingabe deaktiviert werden.
Kann der Indikator automatisch handeln?
Der Indikator selbst führt keine eigenständige Handelsstrategie aus. Über die Signalobjekte kann jedoch ein kompatibler RMP-Roboter angesprochen werden.
🧪 Hinweise zum Testen
Vor dem Einsatz auf einem Live-Konto sollte der Indikator ausführlich getestet werden.
Sinnvolle Vorgehensweise:
- Markt und Timeframe auswählen.
- Historische Signale prüfen.
- M-, T- und K-Signale getrennt auswerten.
- Spread und Handelskosten berücksichtigen.
- Verschiedene Marktphasen vergleichen.
- Nachrichtenzeiten separat betrachten.
- Stop-Loss- und Zielmethoden testen.
- Ergebnisse dokumentieren.
- Zunächst auf einem Demokonto einsetzen.
- Erst anschließend mit kontrolliertem Risiko live handeln.
🏁 Zusammenfassung
Der RMP Modern Bollinger Bands Indikator erweitert das klassische Bollinger-Band-Konzept um mehrere moderne Komponenten.
Er verwendet:
adaptive Periodenlänge
+
KAMA-Mittellinie
+
robuste Perzentil-Bänder
+
KER-Regime-Erkennung
+
normalisierten Squeeze-Score
+
drei eigenständige Signalstrategien
Die drei Signale lassen sich so zusammenfassen:
M-Signal
= Rückkehr in eine Range
T-Signal
= Fortsetzung eines bestehenden Trends
K-Signal
= Ausbruch nach einer Volatilitätskompression
Der Indikator versucht damit nicht, jede Marktphase mit derselben Regel zu handeln. Stattdessen wird zunächst das Marktumfeld bewertet und anschließend die dazu passende Signallogik verwendet.
Genau darin liegt der entscheidende Unterschied zu klassischen Bollinger Bands.
⚠️ Risikohinweis
Der Handel mit Devisen, CFDs, Indizes, Rohstoffen und anderen gehebelten Finanzinstrumenten ist mit erheblichen Risiken verbunden.
Es besteht die Möglichkeit, einen Teil oder das gesamte eingesetzte Kapital zu verlieren.
Historische Signale, Backtests und frühere Ergebnisse sind keine Garantie für zukünftige Gewinne.
Der RMP Modern Bollinger Bands Indikator dient ausschließlich zur technischen Analyse und stellt keine Anlageberatung, Kaufempfehlung oder Verkaufsempfehlung dar.
Jeder Anwender ist selbst für seine Handelsentscheidungen, sein Risikomanagement und die Einhaltung der gesetzlichen sowie brokerseitigen Vorgaben verantwortlich.
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